DSTM Round 3 in Sebring

Zum dritten Rennen der AVIA DSTM 2015 ging es zurück nach Florida. Das ehemalige Flughafengelände in Sebring stellt dabei ganz besondere Anforderungen an das Setup. Knapp 30% der Streckenoberfläche ist nämlich nicht aus Asphalt, sondern aus Beton. Mit 1:59.455 durchbrach Pichler deutlich die 2 Minuten-Schallmauer. Mit 1:59.884 konnte Woithe sich den zweiten Startplatz sichern, Neuling Allmannsberger stieg direkt auf der dritten Position ein.

Das erste Nadelöhr der Strecke befindet sich direkt am Anfang der Runde, die Start/Ziel-Gerade ist zwar breit genug für mindestens 4 Autos nebeneinander, am Ausgang der ersten Kurve muss man sich aber zwangsweise einig sein und sich im Feld einsortieren. Offenbar war diese Problematik fast allen Fahrern bekannt, nur Bert verpasste seinen Bremspunkt minimal und wurde über die großzügigen Auslaufflächen in den Reifenstapel gedreht. An der Front des Feldes erwischte Vallenthini den besten Start und setzte sich von Platz 4 direkt hinter Pichler auf die zweite Position. Nur Woithe vor Allmannsberger verhinderte ein vorläufiges komplettes Podium für Pure Racing.

Bitter für Vallenthini wurde es, als er kampflos seine sichere Podiumsplatzierung abgeben musste und zur Durchfahrtsstrafe antrat, mit Miesen und M. Müller mussten ihm gleich 2 Fahrer nach einem Frühstart folgen. Pichler hatte die ersten 3 Runden allerdings genutzt und sich 2 Sekunden Vorsprung auf Woithe herausgefahren, die es nun zu verwalten galt. Schmitz war in diesem Rennen übrigens keine Herausforderung für Pichler, in einem unauffälligem Rennen konnte er nie an die Spitze heranfahren, mit einem fünften Platz am Ende des ersten Laufes war er trotzdem der beste RUF-Pilot.

Woithe konnte sich zu keiner Zeit nach vorne orientieren, sondern bekam stattdessen von hinten massiv Druck von Allmannsberger, Pichler konnte also das Geschehen ungefährdet von vorneweg bestimmen und fuhr einem sicheren Start/Ziel-Sieg entgegen. Spannend wurde es hingegen im Kampf um die vierte Position. Conrad, Schmitz, Kober und Makaus fuhren das ganze Rennen Stoßstange an Stoßstange, dahinter bildete sich ein Grüppchen aus Schellbach, Uzel und Denker. Die ständigen Angriffe und Gegenangriffe ließen die Gruppen langsam, aber stetig verschmelzen.

Am Ende sah Pichler erneut als erster Fahrer die Zielflagge, Woithe konnte den zweiten Platz verteidigen, Allmannsberger fuhr in seinem ersten Rennen gleich aufs Podium. Conrad konnte dank starker Rennpace und Nerven den vierten Platz sichern, Schmitz fuhr direkt dahinter auf Platz 5. Makaus konnte endlich seine Trainingsresultate umsetzen und auf den sechsten Platz fahren, Uzel konnte sich schließlich noch Schellbach schnappen, beide profiterten von einem Ausflug neben die Strecke von Kober, der dadurch auf Platz 9 zurückfiel. D. Müller holte sich nach einem turbulentem Rennen noch in den letzten Kurven die zehnte Position zurück.

Wie schon gewohnt wurden zum zweiten Rennlauf die Top 8 gedreht, Schellbach startete also von ganz vorne. Den Platz an der Sonne konnte Schellbach zwar am Start halten, wurde aber vom Top-Speed überlegendem McLaren von Uzel auf der Gegengerade überholt. In die erste Kurve setzte Schellbach sich gekonnt wieder innen neben Uzel und zwägte sich vorbei. Schmitz nutzte seinen Schwung optimal aus und konnte sich Uzel ebenfalls schnappen. Diese ständigen Positionswechsel fanden ihre Opfer, als Schellbach und Schmitz sich gegenseitig nicht genug Platz ließen und an einer der langsamsten Stellen im Infield kollidierten. Schellbach’s Auto geriet beim Rausbeschleunigen außerdem ins Schlingern, so dass er vom Gas gehen musste, Conrad dahinter konnte nicht mehr ausweichen und traf ihn am Heck. Beide kamen von der Strecke ab.

Schmitz schloss die zweite Runde als Erster ab, Uzel und der von 12 gestartete Dauber folgten dahinter. Erneut stellte sich den Piloten die Frage, ob sie einen Reifenwechsel vornehmen sollten und wann sie für ihren nötigen Boxenstopp in die Boxengasse kommen sollten. Das Fenster, in dem man den Boxenstopp durchführen konnte, war wie gewohnt sehr groß, so dass die ersten schon in der Startphase in die Box abbogen, andere warteten bis der Tank fast leer war. Insgesamt war das Feld nach den Erfahrungen der ersten beiden Rennen zur Vernunft gekommen, so dass es kaum zu gravierenden Zwischenfällen kam, andererseits entstanden so größere Kampfgruppen, Platz 6 bis Platz 23 waren nach 5 Runden innerhalb von 15 Sekunden, Positionstäusche gab es dank der Streckencharakteristik am laufendem Band.

Zur Rennmitte konnte sich Schmitz immer noch an der Spitze des Feldes behaupten, Pichler hing ihm direkt am Auspuff, kam aber einfach nicht vorbei. Uzel schaute sich das ganze in sicherer Entfernung an, kam aber nicht in den Windschatten von Pichler. Allmannsberger bestätigte mit dem vorübergehendem vierten Platz, dass seine Leistung aus dem ersten Lauf keine Eintagsfliege war. Alle 4 hatten einen Vorsprung von 10 Sekunden auf den fünftplatzierten Wilhelm, es war also klar, dass der Sieg nur zwischen diesen 4 ausgemacht wird. Wilhelm kam übrigens nach schlechtem erstem Lauf vom vorletzten Platz und fand sich in der zwölften Runde in den Top 5 wieder, starke Leistung vom 3Wide-Piloten. Schellbach hatte sich nach dem Zwischenfall auf den sechsten Platz vorgekämpft.

Schmitz musste nach 17 Runden in die Box, Pichler nutzte also mal wieder seine alte Taktik und den etwas größeren Tank im McLaren, um ein paar freie Runden abzuspulen und die Führung zu erobern. In Runde 21 bog er schließlich in die Box ab, um die restlichen Liter nachzutanken. Ein Auge hatte er mit Sicherheit auf der Zeitentabelle, Schmitz kam immerhin von hinten angeflogen. Doch Schmitz Boxenstopp hat sogar so lange gedauert, dass Allmannsberger ihn kassierte und nun auf der zweiten Position hinter Pichler fuhr.

Das Feld hatte sich sortiert, als Miesen den Supergau erlebte und in der vorletzten Runde noch einmal ein paar Spritzer Benzin nachtanken musste, um sicher zu sein, ins Ziel zu kommen. Vorne sah alles so aus wie in Brands Hatch, Pichler’s Boxencrew stand schon mit Sektflaschen am Zaun der Boxengasse bereit, als plötzlich Allmannsberger als Erster auf die Zielgerade einbog, dicht gefolgt von Schmitz und Uzel. Ein kurzer Blick auf den Übertragungsschirm zeigte den lila McLaren von Pichler in langsamer Fahrt durch die letzte Kurve rollen. Nach dem Rennen gab Pichler zu, dass er durch die Länge des Rennens überrascht wurde und mit einer Rennrunde weniger gerechnet hatte. Ohne Benzin rollte er also am Ende auf Platz 16 übers Ziel. Woithe erbte den vierten Platz, Schellbach kämpfte sich nach miserablem Start auf Platz 5 zurück. Wilhelm fuhr 25 Plätze nach vorne auf Platz 6, Vallenthini hatte sich nach Unfall mit weitwundem Auto auf Platz 7 übers Ziel gerettet. Jeleniowski fuhr unauffällig, aber schnell auf Platz 8 vor, Kober kam vor Zecher ins Ziel, der seine Pace mit einer Top 10-Platzierung belohnte.

Grid 2 sah mal wieder van Ooijen auf dem Podium, der das erste Rennen gewinnen konnte, Beuster-Waurig rutschte zwar aus Grid 1 raus, konnte sich aber den zweiten Platz sichern vor Lumma, der nach verpatztem Qualifying das Podium in Grid 2 abschloss. Rennen 2 gewann erneut van Ooijen vor Beuster-Waurig, Lumma schied allerdings früh aus und musste den Platz auf dem Podium für Grund räumen.
nächste Rennen werden die meisten Autos gleich in den USA bleiben, wo es nach einem kleinen Check-Up direkt nach Laguna Seca geht.

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