DGTM Lauf 9 in Birmingham – Rennbericht

Nachdem die DGTM diese Saison bereits in Südamerika, Europa und Asien zu Gast war, ging es nun erstmals in die USA. Ein Land, das für einige Rennstrecken bekannt ist, allerdings nicht für den 2003 erbauten und 3,7 km langen Kurs in Birmingham. Dabei muss sich diese Strecke nicht vor anderen verstecken. Zwar ist sie nach Oschersleben die zweitkürzeste Rennstrecke im Kalender, aber durch viele Hügel und Schikanen stellte sie eine der größten Herausforderungen für die Fahrer dar.

Einige Fahrer hatten in der Qualifikation damit zu kämpfen, eine fehlerfreie Runde zu fahren und fanden sich oft neben der Strecke wieder. Am Ende waren es wie so oft in der Saison Danny Schubert und Christian Bug, die sich die erste Startreihe sicherten. Bester Verfolger der beiden war Patrick Wolf, dahinter überraschend Bernd Giehl auf Platz 4. Dessen Teamkollege Thomas Meier konnte erst kurz vor Rennbeginn ins Auto steigen und musste daher vom letzten Platz ins Rennen gehen.

 

 

Obwohl er sich in der Quali mit über zweieinhalb Zehnteln Rückstand deutlich geschlagen geben musste, konnte Bug den Pole-Setter Danny Schubert am Start sofort überholen und sich in kleinen Schritten absetzen. Patrick Wolf konnte zwar zunächst seinen Platz behaupten, musste sich dann aber Vinicius Correa Lima geschlagen geben. Für Lima war es erst der dritte Start in der Saison, nachdem er die Auftaktrennen in Interlagos und Imola nicht im Ziel beenden konnte. Diesmal sollte es besser werden, sein sensationeller Start, von Platz 7 auf 3 in gerade einmal fünf Kurven versprach schonmal einiges. Schlecht lief es dagegen für Bernd Giehl, der durch einen misslungenen Start von Platz 4 bis auf Platz 9 durchgereicht wurde.

 

Noch schlimmer erwischte es Martin Schmid. Als Ersatz für Ali Arman ins Rennen gegangen, dauerte es keine drei Runden, bis er erstmals Kontakt mit den Reifenstapeln aufnahm und daher unfreiwillig früh seine Boxencrew aufsuchen musste. Währenddessen nutzte Stefan Kosubek einen Fahrfehler von Patrick Wolf aus und überholte nur eine Runde später auch den bis dahin drittplatzierten Vinicius Correa Lima. Jener geriet nun unter Druck von Wolf und Giehl. Meier, vom letzten Platz ins Rennen gegangen, überholte den St3pp0-Piloten in Runde 10 ohne große Mühe, wohingegen sich Wolf und Giehl dahinter deutlich schwer taten. Erst in Runde 16 konnte sich Wolf vorbeibremsen, doch beim Rausbeschleunigen aus der Kurve verlor er sein Heck, wodurch er auf Rang 8 zurückfiel. Kurz darauf verlor auch Lima die Nerven. Nach einem Fahrfehler wurde er von Bernd Giehl überholt, eine Runde später krachte er an selbiger Stelle mit Tempo 200 in die Reifenstapel und musste sein Rennen, genau wie sein Teamkollege Moritz Breddemann, vorzeitig beenden.

 

 

Inzwischen hatte Thomas Meier überraschend Stefan Kosubek überholt und lag damit nun auf Platz 3. Damit sah die Reihenfolge nach 17 Runden also wiefolgt aus: 1. Bug, 2. Schubert, 3. Meier, 4. Kosubek, 5. Giehl. 6. Jungbluth, 7. Wolf, 8. Semmler, 9. Schmid.

 

 

Doch plötzlich wurde der Melara von Thomas Meier ganz langsam und blieb sogar stehen. Technische Probleme waren die Ursache, doch mit etwas Glück konnte er sein Rennen wenige Sekunden später fortsetzen, sodass er nur eine Position verlor. Meier war es auch, der in Runde 28 zum ersten Mal zum planmäßigen Stop an die Box kam und sich neue harte Reifen aufzog. Kosubek reagierte sofort und wechselte nur eine Runde später die Reifen, wodurch er seine Platzierung vor Meier behaupten konnte. Jener baute nun immer mehr Druck auf Kosubek auf, bis dieser sich schließlich drehte und Meier so wieder die dritte Position übernahm.

 

 

Bis auf die Führenden Christian Bug und Danny Schubert, sowie das Assault Sport Team um Fabian Jungbluth und Patrick Wolf waren alle Fahrer nach ihrem ersten Stint auf harten Reifen bereits in der Box gewesen, um neue, ebenfalls harte, Reifen aufzuziehen. Jungbluth und Wolf lagen deshalb auf den Plätzen 3 und 4 und steuerten erst in Runde 38 bzw. 39 die Box an. Im Gegensatz zur Konkurrenz wechselten sie auf weiche Reifen. Würden sie den fünftplatzierten Bernd Giehl auf harten Reifen noch einholen?

 

 

12 Runden vor Schluss hatte Schubert seinen Rückstand auf Bug auf 2,7 Sekunden verkürzt. Allerdings hing er hinter Giehl und Jungbluth fest, die sich nun im direkten Zweikampf befanden. Es dauerte 5 Runden, bis er beide Piloten überrundet hatte. Die Überrundung hatte Schubert aber zu viel Zeit gekostet, sodass er den Kampf gegen Christian Bug aufgab und sich sicherheitshalber nochmal neue Reifen holte. Fabian Jungbluth hingegen konnte den Vorteil der weichen Reifen ausnutzen und sicherte sich mit dem Manöver gegen Giehl die fünfte Position.

 

 

Christian Bug beendete das Rennen als einziger ohne Boxenstop und gewann souverän mit fast 30 Sekunden Vorsprung auf Danny Schubert. Thomas Meier komplettierte überraschend das Podium und auch Stefan Kosubek durfte über Platz 4 mehr als zufrieden sein. Bug ging damit mit einem Vorsprung von 25 Punkten auf Danny Schubert ins letzte Rennen. Eine Zielankunft würde ihm zum Titel reichen. Spannender sollte es hingegen in der Teamwertung zugehen. Dort lag das KSM Simracing Team nur 4 Punkte vor Ellip 6 by Piranha. Somit war hier im letzten Rennen noch alles offen…

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