DGTM Lauf 8 in Suzuka – Rennbericht

Nach zwei Siegen von Danny Schubert stand Christian Bug nun wieder unter Zugzwang. Zwar hatte er vor dem Rennen komfortable 17 Punkte Vorsprung, doch mit nur einem Ausfall könnte sich die Situation vollkommen verändern. In der Qualifikation ließ der Meisterschaftsführende jedenfalls nichts anbrennen. Mit 0,333 Sekunden Vorsprung auf Schubert sicherte er sich souverän die Pole, Meier und Wolf waren beide knapp weitere eine halbe Sekunde langsamer.

Interessant wurde es diesmal bei der Reifenwahl. Harte und weiche Reifen waren ähnlich oft vertreten, so entschieden sich beispielsweise Bug und Schubert für die harte, Meier und Wolf dahinter für die weiche Mischung.

Wie so oft in der Saison ging es sehr gesittet durch Kurve 1, diesmal jedoch nachdem ganze 3 Fahrer einen Frühstart hingelegt hatten. Danny Schubert, Thomas Meier und Simon Semmler mussten dadurch nach nur einer Runde wieder an die Box, um ihre Strafen abzusitzen, und das obwohl sie durch ihre Starts allesamt Plätze verloren hatten.

 

 

Bug konnte seine Führung behaupten, aber dahinter lag nun Patrick Wolf mit seinem Teamkollegen Fabian Jungbluth. Auch Kosubek und Denker war es gelungen, die zweit- und drittplatzierten Schubert und Meier zu überholen. Denker, der durch einen sensationellen Start von Platz 10 auf Platz 5 vorgespült wurde, konnte noch in der ersten Runde an Kosubek vorbeigehen und schob sich damit eine weitere Position nach vorne. An der Spitze entbrannte nun ein Zweikampf um die Führung zwischen Bug auf harten und Wolf auf weichen Reifen. Nachdem der BLR-Pilot in der berüchtigten 130R von der Strecke abkam, sicherte sich Patrick Wolf die Führung.

 

 

Die Frühstarter Meier und Schubert kamen mit ihrer Aufholjagd nicht wirklich voran. Als Meier in Runde 8 Moritz Breddemann attackierte, kam es zu einer Berührung zwischen beiden Piloten, wodurch sich der Fahrer des Teams Ellip6 by Piranha wegdrehte und hinter Danny Schubert auf Platz 10 zurückfiel.

Als erster kam Ruben Denker nach gerade mal 12 Runden zum Reifenwechsel an die Box, wodurch er auf Platz 9 zurückfiel. Dafür hatte er allerdings die Position gegen seinen Konkurrenten Fabian Jungbluth gewonnen, der vor seinem Stop auf P3 vor Denker gelegen hatte. Auch der zweite Fahrer des Assault Sport Teams hatte einen Positionsverlust zu vermelden. Nachdem der Vorteil der weichen Reifen mit zunehmender Renndauer zu einem Nachteil geworden war, musste Patrick Wolf die Führung an Christian Bug zurückgeben. Zwei Runden später musste er auf neue weiche Reifen wechseln, wodurch er zwar kurzzeitig auf Platz 4 zurückfiel, gegen den Bernd Giehl und Stefan Kosubek dank frischer Reifen aber keine große Mühe hatte, sodass er sich wieder die zweite Position sicherte.

 

 

Da Ruben Denker nach 22 von 35 Runden bereits zum zweiten Stop an die Box kam, duellierten sich nun Kosubek und Schubert um den letzten Platz auf dem Podium. Indem Kosubek einen Fehler machte, überließ er seinem Kontrahenten die dritte Position. Eine beeindruckende Leistung von Schubert, der aufgrund des Frühstarts das Rennen von ganz hinten in Angriff genommen hatte. Doch auch er machte einen Fehler und fiel damit wieder hinter Kosubek zurück.

10 Runden vor Schluss sah die Reihenfolge nun wiefolgt aus: 1. Bug, 2. Wolf, 3. Kosubek, 4. Schubert, 5. Jungbluth, 6. Denker, 7. Borngässer, 8. Giehl, 9. Meier. Arman, Breddemann und Semmler waren bereits ausgeschieden.

 

 

Als es keiner erwartete, setzte plötzlich Regen ein. Schubert, Jungbluth und Denker kamen alle noch in Runde 26 an die Box, Wolf und Kosubek in Runde 27, Bug in Runde 28. Nur Luca Borngässer war auf seinen weichen Slicks geblieben und lag damit im strömenden Regen nun auf Platz 4. Dadurch hatte er keine Chance gegen Danny Schubert, als dieser ihn in Runde 28 auf Regenreifen überholte. Doch seine Strategie, trotz Regen nicht die Reifen zu wechseln, schien sich als richtig zu erweisen, da nur wenige Minuten später der Regenschauer wieder vorbei war und die Strecke deutlich abtrocknete. Patrick Wolf und Fabian Jungbluth reagierten auf die neuen Bedingungen als erste und zogen Slicks auf.

 

 

Das ganze Wetterchaos schien nun Borngässer in die Karten zu spielen, der jetzt bei fast trockenen Bedingungen Kosubek und Schubert vor sich hatte, die beide auf Regenreifen unterwegs waren. Der erste Podestplatz beim zweiten Start schien fast sicher, doch dann setzte erneut der Regen ein. Am meisten profitierte Schubert, der sich erst Kosubek und in der letzten Runde sogar noch Wolf schnappte, der wie erwähnt kurz zuvor auf Slicks gewechselt hatte. Borngässer, der vier Runden vor Schluss noch vom Podium träumte, musste sich seinem Teamkollegen Ruben Denker geschlagen geben und fuhr dadurch nur auf Platz 6 ins Ziel. Der größte Pechvogel war allerdings Fabian Jungbluth, der genau wie sein Teamkollege Patrick Wolf auf Slicks gewechselt hatte und damit bis auf Rang 7 zurückfiel. Für das Team Assault Sport nahm das Rennen aber ein noch unglücklicheres Ende: Da Wolf bei seinem Stop die Boxenausfahrtslinie überfahren hatte, wurde er von Platz 3 auf Platz 6 zurückgestuft.

 

 

Wer hatte dieses chaotische Rennen nun gewonnen? Wie so oft in der Saison ließ Christian Bug überhaupt nichts anbrennen, am Ende hatte er über eine Minute Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger. Bei diesem handelte es sich um Danny Schubert, dem eine sensationelle Aufholjagd gelungen war. Drittplatzierter wurde Stefan Kosubek, sein erstes Podium nach einem beeindruckenden Aufwärtstrend. Platz 4 und 5 sicherten sich die Piranha BITE Piloten Denker und Borngässer vor Wolf und Jungbluth von Assault Sport. Dahinter landeten mit Bernd Giehl und Thomas Meier zwei weitere Piranha Piloten.

Ein verrücktes Rennen, das am Ende Christian Bug überlegen für sich entscheiden konnte. Ein beeindruckender Schritt Richtung Meisterschaftsgewinn.

 

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