DGTM Lauf 6 in Zandvoort – Rennbericht

Zwei Wochen nach dem packenden Rennen auf dem Eifelring ging es nun auf den spektakulären Kurs direkt an der Nordseeküste. Eine Strecke, die eine einzigartige Herausforderung darstellt, da ein Hügel dem nächsten folgt und zudem viele Bodenwellen die Fahrer auf die Probe stellen. Das Highlight des 4,320 km langen Kurses ist sicherlich Turn 5-8, wo auf eine Rechts-Links-Rechts-Kombination mit tückischen Kuppen eine sehr schnelle und enge Rechtskurve folgt.

Die geringsten Probleme mit dieser Herausforderung hatte Patrick Wolf. Jener war genau wie sein Teamkollege Fabian Jungbluth vom Team Assault Sport vor dem Rennen vom Melara F1 auf den MRW S5 gewechselt, was sich als perfekte Entscheidung herausstellte. Denn Wolf gelang es mit einer Zeit von 1:36.973 den Kurs in der Dünenlandschaft am schnellsten zu umrunden, was seine erste Pole-Position bedeutete. Zudem war er nach Marius Bert, Christian Bug, Thomas Meier, Danny Schubert und Gunnar Miesen nun der sechste verschiedene Pole-Setter im sechsten Rennen, wobei sein Vorsprung auf Schubert gerade mal 0,012 Sekunden betrug. Von Platz 3 ging Christian Bug ins Rennen, dahinter der bereits angesprochene Fabian Jungbluth, der mit dem neuen Auto ebenfalls besser zurechtkam. Mit Luca Borngässer debütierte auch dieses Rennen ein neuer Fahrer, wobei er sich sehr kurzfristig zu einem Comeback entschloss. Mit Startplatz 13 konnte er aber nicht an seine Leistung aus dem Vorjahr anknüpfen, wo er in der Fahrerwertung den 5. Platz belegte.

 

 

Die ersten vier Fahrer gingen allesamt auf weichen Reifen ins Rennen, erst auf Platz 5 folgte mit Stefan Kosubek ein Pilot, der sich für die harte Mischung entschied. Patrick Wolf konnte am Start seine Führung behaupten, jedoch setzte sich Schubert in Kurve 1 schon neben ihn, sodass sie nebeneinander durch Turn 2 bis 4 fuhren. Beim Herausbeschleunigen aus jener Haarnadel kam Schubert auf der Außenspur aber deutlich besser weg und sicherte sich die Führung. Dahinter blieb die Reihenfolge weitestgehend gleich. Nur zwischen Bernd Giehl und Marc Schulz kam es zu einer Kollision, die beide Fahrer bis ans Ende des Feldes zurückwarf.

 

 

Thomas Meier, der nur von Rang 6 ins Rennen gegangen war, konnte zwar nach kurzer Zeit dank seinen weicheren Reifen Stefan Kosubek überholen, jedoch verlor er auf einer Kuppe in der zu Beginn angesprochenen sehr hügeligen Rechts-Links-Rechts-Kombination die Kontrolle über seinen Wagen und konnte nur mit Mühe einen Einschlag vermeiden. Dies gelang Ali Arman leider nicht, er verbremste sich nur zwei Kurven später und drehte Moritz Breddemann um, Borngässer und Giehl dahinter konnten gerade noch ausweichen. Vorne gab sich der auf Platz 3 liegende Christian Bug nicht mit seiner Position zufrieden und überholte bereits in Runde 4 Patrick Wolf. Doch anstatt die Lücke zu seinem ärgsten Meisterschaftsverfolger zuzufahren, musste er sich weiterhin gegen Wolf verteidigen.

 

 

Währenddessen kam es für Thomas Meier noch schlimmer: Seinem anfänglichem Dreher folgten zwei weitere Fahrfehler mit Mauerkontakt, was für ihn das Rennende bedeutete. Den St3pp0-Piloten Marc Schulz und Moritz Breddemann erging es nicht besser, auch sie machten mit den Leitplanken Bekanntschaft und mussten ihren Sigma Parga abstellen. In Runde 15 standen die ersten Boxenstops an, sowohl Bug als auch Wolf wechselten auf neue weiche Reifen. Drei Runden später kam auch Schubert an die Box, der jedoch auf seinen alten Reifen so viel Zeit verloren hatte, dass er sich hinter seinen beiden Kontrahenten einreihen musste. Allerdings hatte er sich für eine andere Strategie entschieden, denn aufgrund seines Wechsels auf harte Reifen stand für ihn nun kein weiterer Boxenstop mehr an. In Runde 24 wollte Stefan Kosubek zu seinem ersten Boxenstop kommen, doch genau wie Patrick Wolf 13 Tage zuvor kollidierte er mit der Boxeneinfahrt und verlor seinen Frontsplitter. Das identische Missgeschick passierte gerade mal zwei Runden später auch Mario Reich, der sein Rennen aber nicht mehr fortsetzte.

 

 

Kosubek wurde dadurch auf Platz 9 hinter Arman und Giehl zurückgeworfen, konnte den Rückstand aber zufahren. Nach einem rundenlangen Dreikampf bremste er sich drei Runden vor Schluss mit einem starken Manöver außen an Bernd Giehl vorbei, die siebte Position verpasste er aber um 0,055 Sekunden.

 

 

Christian Bug und Patrick Wolf reihten sich nach ihren Boxenstops in Runde 31 wieder hinter Danny Schubert ein, der seine Position nun behaupten und seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte. Aber auch Christian Bug und Patrick Wolf durften sich über ein Podium freuen, wobei es für letzteren das Ende einer langen Pechsträne bedeutete. Fabian Jungbluth und Simon Semmler zeigten mit den Plätzen 4 und 5 ihre beste Saisonleistung, dahinter kam überraschend Luca Borngässer ins Ziel. Stefan Kosubek, der sich Ali Arman knapp geschlagen geben musste, profitierte von einer Strafe des KSM Piloten und erbte damit Platz 7.

 

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