DGTM Lauf 4 in Oschersleben – Rennbericht

Drei Wochen nach dem Regenkrimi von Ungarn machte die DGTM nun in Oschersleben Halt. Auf einer Strecke, die vor allem für ihren enormen Reifenverschleiß bekannt ist. Eines war also klar: Durchfahren würde hier keine Option sein.

Die beste Ausgangslage sicherte sich Danny Steinbrecher, nach Marius Bert, Christian Bug und Thomas Meier nun der vierte verschiedene Pole-Setter im vierten Rennen. Dahinter reihten sich Bug und Meier ein, die beide nur zwei Tausendstel voneinander trennten. Siegfried Büchner bestätigte mit dem vierten Platz seine starke Form und startete damit vor den beiden 3wide-Piloten Wollert und Grau, die nur aus der dritten Startreihe ins Rennen gingen. Ruben Denker machte in der Schikane als erster mit den Reifenstapeln Begegnung und musste daher vom letzten Platz ins Rennen gehen.

Nahezu das komplette Feld entschied sich dafür, auf den harten Reifen ins Rennen zu gehen, denn unter den ersten neun Fahrern waren es lediglich Schubert und Bug, die sich für die weiche Variante entschieden. Den besten Start ins Rennen erwischte letzterer, welcher beim Anbremsen auf die erste Kurve den Konkurrenten von KSM bereits überholt und eine Wagenlänge Vorsprung herausgefahren hatte. Dies sollte jedoch nicht reichen, da Schubert Turn 1 auf allerletzter Rille anbremste und sich so die Führung zurückeroberte. Dahinter kam es wie beim Saisonauftakt in Interlagos zu einem Massencrash: Dem Piranha-Piloten Bernd Giehl versagten die Bremsen, weshalb er fast ungebremst in Michael Beuster vom anderen Piranha-Team krachte. Als dieser darauf quer über die Strecke rutschte, wurde auch Patrick Wolf in Mitleidenschaft gezogen, der sein Rennen aber fast unbeschädigt fortsetzten konnte. Dahinter wich Moritz Breddemann dem Unfall zwar aus, kollidierte beim Zurückfahren auf die Strecke aber mit Marcello Tocco, der dadurch seinen Frontsplitter verlor. Pech hatte auch Henning Wollert, zwar konnte er den Autos in Kurve 1 ausweichen, jedoch musste er kurz darauf aufgrund eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe antreten.

 

Der chaotische Start sollte kein Ende nehmen. Beim Anbremsen auf die Dreifach-Links schoss Thomas Meier plötzlich ins Kiesbett und musste sich auf Rang 11 wieder einreihen. Und nur eine Runde später verabschiedete sich der nächste schnelle Fahrer: Peter Grau wurde nach einem tollen Start auf P3 liegend in der Schikane von einem Curb ausgehebelt und beendete sein Rennen in den Reifenstapeln. Damit sah die Reihenfolge nach zwei Runden nun wiefolgt aus:

1. Schubert, 2. Bug, 3. Büchner, 4. Wolf, 5. Schulz, 6. Hallfarth, 7. Arman, 8. Breddemann, 9. Meier, 10. Beuster, 11. Denker, 12. Semmler, 13. Jungbluth, 14. Wollert, 15. Tocco, 16. Giehl

Meier, Denker und Wollert starteten nun eine beeindruckende Aufholjagd: Meier kämpfte sich an drei Sigma Pargas und einem Merkura RSR vorbei und lag nach fünf Runden bereits auf der fünften Position. Ruben Denker, vom letzten Platz gestartet, tat es ihm gleich und schob sich in der achten Runde auf Platz 7 vor. Dabei profitierte er auch vom Abflug Michael Beusters, der dadurch auf Platz 14 zurückfiel.

Patrick Wolf, als einer von wenigen auf der weichen Reifenmischung gestartet, musste der reifenmordenden Strecke als erster Tribut zollen und bereits in Runde 15 zum ersten planmäßigen Stop kommen. Währenddessen entwickelte sich ein spannender Dreikampf um die fünfte Position. Ruben Denker setzte den vor ihm fahrenden Marc Schulz unter Druck, musste sich aber gleichzeitig auch gegen Henning Wollert verteidigen. Dies führte dazu, dass Wollert sich in Kurve 1 neben Denker bremste, dabei aber über sein Ziel hinausschoss und fast noch den St3pp0-Piloten abräumte. Jener konnte dadurch erst verspätet aufs Gas, wodurch ihn Denker ausbeschleunigen konnte. Doch nur eine Runde später hatte sich Wollert wieder an die beiden Sigma Pargas herangekämpft und konnte diese nacheinander überholen.

Da Schubert in Runde 22 neue Pneus aufgezogen hatte, war Wollert nun auf die vierte Position aufgerückt. Doch gegen den KSM-Piloten auf frischen weichen Reifen war kein Kraut gewachsen und so konnte er nur wenig später die vierte Position zurückerobern. Christian Bug kam fünf Runden später zu seinem ersten Stop und vor Thomas Meier und Danny Schubert wieder auf die Strecke, die Führung hatte nun Siegfried Büchner übernommen.

Auf einmal sahen die Zuschauer vor den Fernsehern wieder einen 3wide-Piloten in die Reifenstapel abbiegen. Was erst wie eine Wiederholung des Unfalls von Peter Grau ausschaute, stellte sich jedoch als einen nahezu identischen Abflug seines Teamkollegen Henning Wollert heraus. Und nur wenig später verabschiedete sich auch Patrick Wolf an selber Stelle, der sein Rennen aber immerhin mit starken Beschädigungen fortsetzen konnte.

Besser machte es Danny Schubert, der erst Thomas Meier, dann Christian Bug und schließlich auch Siegfried Büchner überholte und damit das Rennen wieder anführte. Als auch Bug an Büchner vorbeifuhr, entschied sich dieser für einen Boxenstop. Hierbei verlor er jedoch etliche Sekunden, sodass er nur knapp vor Meier wieder auf die Strecke kam. Drei Runden vor Schluss verbremste sich Büchner, wodurch nun der Piranha-Pilot erstmals aufs Podium fahren konnte. Da sich Büchner eine Runde später drehte und auf den letzten Metern nochmal seinen Frontsplitter verlor, blieb es auch dabei, der fünftplatzierte Ruben Denker konnte also nicht mehr profitieren. Das Rennen gewann aber Christian Bug, da Danny Schubert sich zehn Runden vor Schluss nochmal neue Reifen holen musste.

Durch seinen dritten Sieg im vierten Rennen war Bugs Vorsprung auf die Konkurrenz nun riesig. Wer würde den BLR-Piloten noch stoppen können?

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