DGTM Lauf 2 in Imola – Rennbericht

14 Tage nach dem Wetterchaos in Brasilien ging es für die 21 DGTM-Piloten ins sonnige Italien, genauer gesagt nach Imola. Gefahren wurden 41 Runden auf der alten Streckenvariante, die einen leichten Rechtsknick und eine Schikane vor Start-Ziel beinhaltet.

Christian Bug, am Steuer eines Faro Cobras in BLR-Motorsport-Lackierung, wollte seinen Fehler von Interlagos, als er auf den falschen Reifen startete, aber dennoch aufs Podium fuhr, wieder gut machen. Das gelang ihm nahezu perfekt, indem er bereits in seinem dritten Versuch eine wohl perfekte Runde erwischte, die in den restlichen elfeinhalb Minuten von keinem Fahrer mehr getoppt wurde. Die 3wide-Piloten Marius Bert und Henning Wollert folgten beide knapp dahinter mit weniger als einer Zehntel Abstand, dahinter Thomas Meier und Danny Schubert.

Interessant wurde es wieder in Bezug auf die Reifenwahl. Bug und Meier starteten auf weichen Slicks. Bert, Wollert und Schubert entschieden sich für die harte Mischung. Am Start schienen Bug und Meier auf ihren Reifen jedenfalls einen Vorteil zu haben, denn während Bug seine Führung behaupten konnte, erwischte Meier einen besseren Start als die beiden 3wide-Piloten. Danny Schubert hingegen kam gar nicht vom Fleck, was zu einem Auffahrunfall mit Marc Schulz führte, wodurch er auf Platz 10 durchgereicht wurde. Diesmal gab es aber keinen großen Startcrash wie in Brasilien, lediglich zwischen Breddemann und Semmler gab es einen kleinen Lackaustausch, der bei letzterem einen Reifenschaden zur Folge hatte.

 

 

Hinter Bug und Meier, die sich sofort absetzen konnten, kam es zu einem Dreikampf zwischen Wollert, Wolf und Bert, der aber leider in Runde 3 ein frühes Ende fand, als Wolf, der auf weichen Reifen gestartet war, zu weit neben die Strecke kam und durch einen Bumper ausgehebelt wurde. Der folgende Boxenstop reichte ihn bis auf P15 durch und beendete damit jegliche Hoffnungen auf eine Podiumsplatzierung. Ebenfalls die Box ansteuern musste Marc Schulz, der sich seinen Frontsplitter am elfplatzierten Manuel Hallfarth beschädigte. Durch technische Probleme geplagt entschied sich der St3pp0-Simracing-Fahrer für eine vorzeitige Aufgabe seines Rennens. Nicht anders erging es Marcello Tocco und Henning Wollert, ersterer verlor sein Auto und den rechten Vorderreifen beim Herausbeschleunigen aus der letzten Schikane, eine Runde später wurde Wollert an gleicher Stelle durch einen Bumper ausgehebelt und musste ohne Heckflügel und mit plattem Reifen weiterfahren. Dies gestaltete sich jedoch als äußerst schwierig, sodass er nur wenige Kurven später seinen Jassira RST abstellen musste. Aber Tocco und Wollert waren nicht die einzigen, die ihr Rennen früh beenden mussten, denn auch Breddemann kam der Wand zu nahe. Für Hallfarth und Lima lief es auch nicht besser, beide machten mit den Bumpern Erfahrung, durch die ihre Fahrzeuge ausgehebelt wurden.

 

Als erster Fahrer kam Michael Arens auf Platz 7 bereits in Runde 14 zum ersten Stop, der somit als einziger auf einer 2-Stop-Strategie war. Die Spitzengruppe in Form von Bug und Meier kamen erst 6 Runden später an die Box und wechselten wieder auf die weichen Reifen. Für dieselbe Strategie entschied sich Michael Beuster, der sich nach den Ausfällen von Wolf und Wollert rundenlang mit Ruben Denker um die vierte Position stritt, bis sich Denker in Runde 17 drehte. Nur wenig später erwischte es den nächsten Piranha: Thomas Meier verpasste auf Platz 3 liegend in einer Schikane den Bremspunkt und wollte zwischen den Reifenstapeln durchfahren, was ihm zwar auch gelang, allerdings erst nachdem er sein Auto dort entsprechend verformt hatte. Durch den anschließenden Reparaturstop wurde er bis auf Platz 6 zurückgeworfen.

 

Spannend wurde es nun an der Spitze. Christian Bug, der auf frische weiche Reifen gewechselt hatte, setze Marius Bert unter Druck, der ohne Stop auf harten Reifen unterwegs war. Und Bug setzte sein sensationelles Rennen fort und übernahm, nachdem er sich seinen Konkurrenten entsprechend zurechtgelegt hatte, die Führung und gab diese nicht mehr her. Nach vielen Podestplatzierungen nun endlich der erste Sieg bei Simracing Deutschland für den BLR-Piloten. Das Podium komplettierten Bert und Schubert, der ein sehr unauffälliges Rennen fuhr. Dahinter landeten mit Beuster, Denker und Meier gleich drei Piranhas.

 

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