Black Falcon steigt ins Simracing ein – Innovative Ausrichtung mit vielen Möglichkeiten

 
Simracing rückt immer mehr in den Fokus des realen Motorsport. In unserer neuen Videoreihe „#Onboard mit … “ hat dies auch schon Nicki Thiim angedeutet.
Den nächsten Schritt, Simracing in den Fokus der Motorsportfans zu bringen, ist das Black Falcon Team gegangen. Neben der Sparte des realer Motorsport ist das Team seit diesem Jahr auch im Simracing aktiv. Es bleibt spannend was Simracer und Simracingfans dieses Jahr noch alles erwartet.
 
Wir haben die Chance genutzt und die beiden Teammanager, Stefan Mathew und Maximilian Peckel, zu dem vor kurzen gegründeten Black Falcon Official Simracing Team zu befragen. 
 
 
Stefan und Max, ihr seid Teammanger des vor kurzem gegründeten offiziellen Black Falcon Simracingteams. Black Falcon gehört zu dem GT-Sport wie Ferrari zur Formel.
Wie kam es zu dem Arrangement mit Black Falcon?
 
Zuallererst muss man sagen dass ein Großteil der Gruppe schon seit 2016 so besteht wie sie jetzt ist. Natürlich war von Anfang an das Gedankenspiel da, bedingt durch den Arbeitgeber der meisten Teammitglieder, irgendwann mal für unser reales Team zu fahren.
Anfangs noch als Träumerei betitelt, wurde diese Idee allerdings immer ausgereifter und realer. Also haben wir beschlossen unserem Chef diese Idee nahe zu bringen und ihn für das Thema Simracing zu gewinnen. Nach einem Gespräch mit Chrisy Ebertshäuser, einem unserer Mechaniker, war er sofort begeistert von der Idee diese “Marktlücke” und aufkommende Sportart zu unterstützen. Gerade auch durch das Potenzial der aufkommenden Medienwirksamkeit (siehe Formula e vs. Simracer und immer mehr lizenzierten Serien), sowie der Chance des kostengünstigen und kontinuierlichen Trainings für Teile unserer realen Fahrer.

 

Wie sehen eure Planungen für das Jahr 2017 aus? Sehen wir Black Falcon auch in der AVIA vVLN oder AVIA DSTM?

Unsere Planung für die AVIA DSTM ist im vollem Gange. Aktuell haben wir die Zusage von 6 Fahrern die an der AVIA DSTM teilnehmen werden. Zwei weitere Fahrer sind sich noch nicht schlüssig. Für die AVIA vVLN sind wir uns leider noch nicht einig, da sich dort viele Termine mit unseren realen Motorsport Terminen Überschneiden und der Beruf natürlich Vorrang hat. Da aber auch Nicht-Black Falcon Mitarbeiter für unser Simracing Team fahren könnte sich dort in nächster Zeit noch etwas ändern. Wir werden es euch wissen lassen sobald wir dazu neue Infos haben.

Welche Ziele habt ihr euch gesteckt?

Mittelfristig wollen wir versuchen in den Bereich zu kommen, dass wir dauerhaft im vorderen Feld der DSTM, in hohen Grids der BES und BSS sowie 24h Events zu finden sind.
Wir wollen uns in unserer Arbeitsweise weiter professionalisieren und versuchen unsere begrenzte Zeit effektiv zu nutzen.
Langfristig stehen definitiv höhere Ziele an.
Wir wollen da hin wo aktuell Teams ala PRT, Coanda und Team Redline schon sind und Black Falcon im Simracing genauso erfolgreich machen wie es auch im realen Motorsport ist.
Zudem arbeiten wir auch daran den Simracing Sport in Deutschland weiter bekannt zu machen und unseren Namen zu nutzen um für dieses Ziel eine hohe Reichweite zu haben.
Wir gehen davon aus dass langfristig der Simsport so normal werden wird, wie es aktuell ist eine VLN, DTM oder Formel 1 im TV zu schauen. Gerade deshalb will das Team Black Falcon in dieser aktuell schnellen Entwicklung dabei sein und eins der ersten Teams seien das die Symbiose aus Racing und Simracing schafft und sich erfolgreich im Sport etabliert.

 

Wir sehen noch viel Potenzial im Simracing. Wie betrachten andere Teamkollegen und andere Teams in der Boxengasse den noch recht jungen eSport?

Aktuell ist es leider noch so; dass es oft belächelt wird was wir tun.
Zu viele Menschen, auch im Motorsport, haben vom Simracing ein Bild wie von Need for Speed, Forza etc. (Was bei Gott keine schlechten Spiele sind aber definitiv eine andere Zielgruppe ansprechen soll)
Allerdings ist es immer wieder Interessant zu sehen wie diese Leute reagieren wenn man ihnen Bilder von den heimischen Simulatoren zeigt, Geschichten von 24h Rennen erzählt oder erklärt dass ein gutes Setup hier genauso wichtig ist wie am Auto was neben einem in der Box steht. Man weckt ganz plötzlich ein Interesse für eine Art des “Rennen spielens” die diese Leute zuvor überhaupt nicht kannten. Von vielen dieser Leute bekommt man dann auch recht zügig nachdem sie sich mit dem Thema vertraut gemacht haben, eine teils ungläubige Resonanz dass es ja Wahnsinn wäre was alles möglich ist im Simracing und Respektbekundungen für die Arbeit und Leidenschaft die man in diesen Sport steckt.

 

Neben eurem echten Fahrer Manuel Metzger sind auch einige Mechaniker im Team. Wie schwierig oder einfach  war es für euch jetzt selber ins Lenkrad zu greifen, zumal ihr ständigen Kontakt mit dem Sport habt?

Für die meisten von uns war es ein recht kleiner Schritt. Wir haben alle den Motorsport im Blut und lieben das was wir jeden Tag tun.
Als aktiver Motorsportler hat man dahingehend natürlich einen Anfangsvorsprung, gegenüber anderen Rookies, da man schon ein grundlegendes Verständnis für Fahrzeugdynamik, Setupbau und das Zusammenspiel aller Komponenten am Fahrzeug hat.
Zudem bringen wir auch viel unseres realen Know-how in Sachen Datenerfassung, Telemetrie und Rennstrategie in die Simulation mit ein.
Wir denken dass das der Weg ist der uns mittelfristig am besten weiter bringt unsere Ziele zu erreichen.

 

Für den Inhalt verantwortlich: Maximilian Peckel / Stefan Mathew
 
 
 
Autor: Manuel Wendel
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