AVIA vVLN Saisonstart naht – Mazda Teams zeigen sich zuversichtlich


Bild: rennsportonline.de

Während sich die Porsche und GT3 Teams in der Anmelde- und Prequaliphase befinden, wartet unsere Mazda Klasse auf die Freigabe. Grund genug um mit einigen Teams zu sprechen, die 2017 garantiert wieder mit am Start sind!

2016 war ein gutes Jahr für die virtuelle Nordschleife. Nicht nur GT3 Teams haben die Strecke lieben und hassen gelernt, sondern vor allem die Mazda Klasse mit ihren MX-5s waren die Klasse mit der engsten Rennaction. Blickt man auf die engen Windschattenduelle auf der Döttinger Höhe zurück oder die haarsträubenden Szenen bei den GT3 Überrundungen in der Anfangsphase, so können wir ein erfolgreiches Resümee ziehen: Der MX-5 gehört auf die Nordschleife und gerade Anfänger werden in dieser Klasse ihren Spaß finden. Welche Erlebnisse einige Teams 2016 hatten und wie ihre Planung für diese Saison aussieht erfahrt ihr in der ersten Ausgabe der AVIA vVLN Racing-News.

 

TTTech Motorsport mit vollem Fokus auf der vVLN

Das Team TTTech Motorsport startet dieses Jahr mit einem Fahrer weniger in der vVLN. Etlinger, Graf und Jonke sind jedoch überzeugt, dass aufgrund der Stintlänge die neue Konstellation “kein zu großes Problem wäre”.

Das Team wurde erst 2016 gegründet und weist keine sichtbaren Erfolge auf, kann aber von sich behaupten, dass ihre Rennpace während der Saison rasant zugenommen hat, denn Robert Graf zieht ein überwiegend positives Resümee aus 2016 und will auch 2017 wieder vorne mitspielen:”Wir haben in unserer ersten Saison sicher einige Fehler gemacht und auch Lehrgeld bezahlt. Es hat auch ein bisschen gedauert bis wir uns vom Setup her im Auto wohl fühlten und abgestimmt hatten. Wir haben die TOP5 letzte Saison nur knapp verpasst und da wollen wir diesmal hin.”

Zun den 3 Ausfällen in 2016 äußert sich das Team besonders selbstkritisch, gerade Etlinger betont, dass das Team mit 2 Neueinsteigern in die Welt des virtuellen Motorsports eingestiegen ist und noch nicht “am Ziel ihrer Reise angekommen” ist.

Graf behauptet, dass das vor allem an den Missverständnissen beim Überrunden gelegen hat. Das Ziel des Teams wird es natürlich sein, schneller zu werden. Im Fokus soll aber mehr die Konstanz und Übersicht bleiben wie Jonke betont. Er glaubt fest daran, dass ein gutes Mittelfeld vom Tempo her möglich ist und auch sein persönliches Ziel ist.

Ob es für das Mittelfeld reicht, werden wir am 17.2. beim ersten AVIA vVLN Lauf sehen. Das sympathische und umschriebene Interview mit TTTEch Motorsports gibt es hier neben den anderen Interviews zum nachlesen.

 

GTTempel Racing #2 mit neuem Fahrer – Djendouci nun das dritte Teammitglied

Ganz überraschend hatten wir 2016 das Team GTTempel Racing #2 an fünfter Position im Gesamtklassement. Das Team bestehend aus Kroll, “Wasi” und Besuch fiel vor allem durch eine durchgehend konstante und routinierte Performance auf und profitierte von den zahlreichen Überrundungskomplikationen der Gegner wie Kroll betont.

Neu an Bord ist jedoch Djendouci, der Besuch ersetzen wird und einen frischen Wind ins Fahrerfeld bringt. Grund dafür ist vor allem sein Background, der hauptsächlich aus GT5,6 und zahlreicher virtueller Nordschleifenerfahrung besteht. Dennoch zeigt er sich regelrecht gelassen und will ruhig und konstant seine Runden drehen und zusehen, dass er “den schönen Wagen nicht beschãdige”, wie er uns letztes Wochenende in der Pistenklause verriet.

 Der Exotenstatus von   Djendouci wird jedoch eindeutig von seinem fast spanischem Teamkollegen “Wasi” übertrumft, der 3 Jahre zuvor in der Gran Turismo LAN-Szene als Gegner von  Djendouci antrat. Nordschleifenexperten munkelten schon, dass sich “Wasi”  vor allem mit den in diesem Jahr realistischen Wetterbedingungen der Nordschleife exzessiv auseinandersetzen sollte, woraufhin er antwortete, dass er durch seine Surferfahrung wesentlich mehr Erfahrung mit Wasser hätte als die vielen überwiegend deutschen Rennfahrer. Wir gehen jedenfalls davon aus, dass das Team rund um Kroll nochmals in der Top 5 mitmischen wird.

 

Der Klassensieger als Titelfavorit – Team RSO mit kleinerer Besetzung

Was war das für eine Saison für das Team RSO! Klassensieg in der Mazda Klasse der AVIA vVLN, Sieg beim 24h Rennen von SRD und iRacing sowie andere Podestplatzierungen. Trotz des überaus erfolgreiche Jahres sieht die Fangemeinde auf nur noch einen RSO Mazda. Dieser wird in diesem Jahr von Langkau und Alex Czerny pilotiert und wird als selbstverständlicher Titelfavorit gehandelt. Trotzdem sollte dieses Thema mit Obacht behandelt werden, da Langkau, der 4. der GT Academy 2012 in diesem Jahre seine ersten Erfahrungen im GT3 Bereich in iRacing sammeln könnte. Seine letztjährigen Erfolge und Performancesteigerungen im Assetto Corsa Bereich ließen die Teamleitung ein aufmerksames Auge auf den Deutschen werfen, und so wird es nicht sonderlich überraschend werden ihn dieses Jahr in anderen Fahrzeugen zu sehen. 

Czerny dagegen will sich weiterhin voll auf den Mazda konzentrieren. Sein ziemlich riskantes Abfangmanöver beim iRacing 24h-Rennen in der Mutkurve hätte ihm deutlich gezeigt, “dass ein Schwerpunkt auf ein Fahrzeug zu wesentlich mehr Fahrzeugkontrolle führt”. Beim besagten Event ist Czerny mit 2 anderen Gegnern fast zu dritt durch die Mutkurve gefahren, resultierend in einen spektakulären Drift mit 90° Lenkeinschlag.

Konkurrenten dürften also auf manche Flüchtigkeitsfehlern der RSO-Speerspitze rechnen und auf eine spannende Saison hoffen. Die nächsten Ausgaben der AVIA vVLN Racing-News behandeln unsere besonders heiße Porsche 911 GT3 Cup Klasse sowie die Königsklasse der GT3-Fahrzeuge. Bis dahin wünschen wir allen Teilnehmern eine erfolgreiche Prequali. Desweiteren ist eine Überraschung im Anmarsch: “BTG” dürfte im Kontext des Artikels einigen Experten einen kleinen Denkanstoß geben!

 

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