VROC Meisterschaft: Out In The Green...

20-07-10 17:27 von Karl Heinz Kluth


Der 17. Lauf der VROC-Meisterschaft führte die Fahrer diesmal mit dem Porsche PCC07 nach Deutschland in die grüne Hölle, genauer gesagt auf den langen Kurs des Nürburgrings. Diese einmalige Strecke bot den Fahrern alles, was das Racerherz höher schlagen läßt: enge Kurven, lange Geraden,  zwei Steilwandkurven und eine Rundenzeit zwischen 8 und 10 Minuten je nach Fahrer. Einem spannenden 45 Minuten Rennen stand somit nichts im Wege…

 

Das Qualifying:

Von den angetretenen Fahrern konnte sich in einem spannenden Qualifying Michael Haidorf die Pole mit einer Top-Zeit von 8:48,033 sichern, dicht gefolgt von Ulf Truschkat mit lediglich 58 Tausedstel Sekunden Abstand. Rene Nospickel, der die drittbeste Zeit im Qualify fuhr, hatte schon gute 7 Sekunden Abstand auf die Pole.

Das Rennen:

Beim Start ging es direkt in Kurve 1 heiss her: durch verspätetes Anbremsen von Andreas Schmidt wurde eine Kollision erzeugt, allerdings ohne große Fahrzeugschäden. A. Schmidt handelte sich dadurch aber eine Drive-Through ein. Das Feld wurde nun angeführt von Ulf Truschkat, direkt dahinter Michael Haidorf und Rene Nospickel.In der ersten Runde hatte Markus Seufzer schon das Pech, das er die Leitplanke knutschte. Lars Kober machte schon mächtig Druck auf Klaus Seimetz, ebenso Patrick Muller, der Günter Wirges vor sich herhetzte. Rene Nospickel verlor in der ersten Runde seinen dritten Platz und fiel zurück auf Position fünf. Ausserdem hatte einige Fahrer mit dem extremen Bremsenstaub der vorasufahrenden Fahrzeuge so ihre Probleme, gefühlsmäßig fuhr man dann in eine Nebelwand.

In der zweiten Rennrunde kassiert Lars Kober Klaus Seimetz, Lars nutze hier seine Fähigkeit aus, einfach eine Idee später als alle anderen zu bremsen. Patrick Müller gelang es, sich vor Günter Wirges zu setzen. Pechvogel in dieser Runde war Ralf Konka, der bedingt durch einen Fahrfehler seinen Porsche zerlegte. Ohne Frontschürze war sein Fahrzeug nicht mehr fahrbar. Lars Kober behauptete weiterhin seinen dritten Platz. Jörg Burkhardt startete eine Aufholjagd, lieferte einen filmreifen Quersteher und konnte sein Fahrzeug aber so gerade noch abfangen.

Die dritte  Runde zeigte uns einen sauberen Quersteher von Patrick Muller. An der Spitze tat sich zu diesem Zeitpunkt wenig, Ulf Truschkat führte immer noch das Feld vor Michael Haidorf an. Rene Nospickel hatte nun alle Mühe, sich gegen die Angriffe von Jörg Burkhardt zu wehren. Klaus Seimetz machte auch Bekanntschaft mit der Leitplanke, er wurde beim Anbremsen zu weit raus getragen, konnte aber weiterfahren. Lars Kober hielt nach wie vor seinen dritten Platz. Durch den Willen von Jörg Burkhardt weiter Plätze gut zu machen, häuften sich auch dessen Fahrfehler. In dieser Runde legte Lars einen Boxenstopp ein.

Die Runde vier bot an der Spitze immer noch das gleiche Bild, Ulf wurde von Michael gehetzt. Lars Kober setzte sich auf Position vier fest und Michael Arens legte in dieser runde eine Stopp ein. Rene Nospickel zeigte weiterhin eine gute Leistung und konnte noch immer den dritten Platz behaupten. Klaus Seimetz hatte schon wieder Glück Im Unglück, indem er erneut fast wieder abflog.

Bezeichnend für die Runde 5 war die Verfolgungsjagd von Lars Kober, der Rene Nospickel mit der  Frontschürze im Heckspoiler saß. Im Zweikampf rutschte Lars Rene dann ins Heck, beide konnte weiterfahren und Lars ließ Rene fairerweise wieder vorbei. Eine sechste Rennrunde wurde noch gefahren, da Ulf ca. 20 Sekunden vorm Rennende über die Ziellinie bretterte.

In der sechsten und letzten Rennrunde kassierte Lars Kober dann Rene Nospickel. Voraus ging ein Abflug von Rene, möglicherweise bedingt durch alte Reifen. Patrick Muller war in dieser Runde an der Box, danach gab es dann doch noch einen kleinen Abflug von ihm. Markus Seufzer konnte in dieser letzten Runde seinen Druck auf Karl Heinz Kluth konstant erhöhen, mit Ach und Krach konnte sich Karl Heinz auf der langen Geraden gegen einen Überholversuch wehren. Highligt aber war die Hetzjagd von Michael Haidorf auf Ulf Truschkat. Michael brachte es fertig, den Ulf auf den letzten Metern der Geraden kurz vor Start und Ziel doch noch zu überholen. Somit sah die schwarzweiss karierte Flagge als erster Michael Haidorf, gefolgt von Ulf Truschkat. Der dritte Podestplatz ging an Lars Kober.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an unseren Kommentator Hermann Pfander, der wieder einen klasse Job ablieferte. Bei Hermann müssen wir echt aufpassen, das der uns nicht von RTL oder SKY abgeworben wird…

Zum letzten Lauf der Meisterschaft geht es schon am nächsten Wochenende mit dem Epsilon Euskadi nach Le Mans. Wir hoffen auf ein volles Starterfeld.

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