VROC-Meisterschaft: Finale auf Les Mans

30-07-10 10:30 von Karl Heinz Kluth


Der 18. und somit letzte Lauf der VROC Meisterschaft fand diesmal auf der französischen Rennstrecke Les Mans statt. Mit dem Epsilon Euskadi mussten die Fahrer über den knapp 14 Kilometer langen Kurs. Lange Geraden, aber auch einige Schikanen  und sehr enge Kurven zeichnen diese Strecke aus. Die Piloten hatten diesmal die schnellsten Fahrzeuge der Meisterschaft unter dem Hintern, Spitzengeschwindigkeiten von rund 330 km/h waren möglich. Optimales Anbremsen und viel Speed auf den Geraden war hier der Schlüssel zum Erfolg.

Das Qualifying:

Im 20 minütigen Qualifying sicherte sich erneut Michael Haidorf mit einer Zeit von 3:29,247 die Pole Position. Auf Platz zwei landete Klaus Seimetz mit 3,8 Sekunden Abstand, Startplatz drei ging an Karl Heinz Kluth mit schon deutlichen 5,6 Sekunden Abstand zur Pole. Bedingt durch Urlaubszeit und persönlichen Verpflichtungen wurde das Qualifying nur von sieben teilnehmenden Fahrern ausgefahren. Ob die fantastische Pole Zeit von Michael auch ausreichte, den Rennsieg nach Hause zu fahren, zeigt der folgende Rennbericht.

Das Rennen:

Die Einführungsrunde wurde von den Piloten genutzt, um die Reifen und Bremsen auf entsprechende Betriebstemperatur zu bringen. Nachdem sich alle Fahrer einsortiert hatten, wurde auf das Erlöschen der roten Startampel gewartet. Sehr gut weg beim Start kamen Michael Haidorf und Klaus Seimetz. Einen regelrechten Raketenstart legte aber Markus Seufzer hin, der Karl Heinz Kluth in dieser Phase des Rennens ganz schön alt aussehen ließ. Anscheinend hatte Markus aber ein Problem mit dem Topspeed, so das Karl Heinz ihn schon auf der ersten langen Geraden wieder einkassierte. Davon unbeirrt setzte sich das Duo Michael Haidorf  und Klaus Seimetz recht schnell und deutlich an der Spitze ab. Klaus Seimetz hatte in Runde 1 schon das Pech, das sich sein Fahrzeug beim Anbremsen um 180° drehte. Der Versuch, möglichst schnell zurück auf die Bahn zu kommen, endete damit, das Klaus recht heftig Hermann Pfander erwischte. Für die beiden anderen Fahrer Andreas Schmidt und Michael Arens verlief der Start und die erste Runde unproblematisch.

Im Verlauf der zweiten Runde wurde schnell klar, das Michael Haidorf hier nicht aufzuhalten war. Michael Arens hatte in dieser Runde das Pech, mit seinem Fahrzeug abzufliegen. Auch Klaus machte in dieser Runde Bekanntschaft mit den Leitplanken und fiel dadurch auf Position 5 zurück. Die nächsten Rennrunden zeigten relativ wenig Bewegung, insbesondere an der Spitze spulte Michael ohne Verfolgungsängste eine Runde nach der anderen ab.

In Runde sechs klebte Klaus Seimetz förmlich an Markus Seufzer dran. Beim Überholversuch wurde Klaus etwas zu weit rausgetragen, der Abflug folgte, sein Epsilon Euskadi überschlug sich fast dabei. Klaus konnte sich noch in die Box retten, musste aber da letztendlich sein Fahrzeug wegen Unfahrbarkeit abstellen.

In Runde sieben legte Michael Haidorf einen Boxenstopp ein, dadurch übernahm Karl Heinz im Rennen die Führung. Die nachfolgenden Rennrunden gestalteten sich ohne größere nennenswerte Begleiterscheinungen.

Michael Haidorf, der nun nach seinem Stopp bemüht war, sich die Führung zurück zu holen, konnte nun mit jeder gefahrenen Rennrunde seinen Abstand auf den führenden Karl Heinz um einige Sekunden verkürzen. In der elften Runde wurde Michael dann von einem Motorplatzer vollkommen überrascht. Beim Anbremsen einer Kurve konnte man nur noch eine starke Rauchentwicklung aus dem Motorraum ausmachen, auch ihm blieb leider nichts anderes übrig, als sein Fahrzeug in der Box abzustellen.

Die letzten Rennrunden gestalteten sich als relativ ruhig, allerdings passiertem dem führenden Karl Heinz doch nun einige Quersteher und halbe Dreher auf den letzten Kilometern, die für einige Schweisstropfen auf der Stirn gesorgt haben dürften. Bedingt durch die frühen Ausfälle von Klaus und Michael H. fuhr in diesem letzten Rennen Karl Heinz sein Fahrzeug als erster über die Start- und Ziellinie. Ihm folgte auf Position 2 mit Sicherheit ein überglücklicher Markus Seufzer. Podestplatz drei konnte Andreas Schmidt für sich verbuchen.

Die Meisterschaftswertung der Podestplätze sieht wie folgt aus:

Position 1: Klaus Seimetz mit 530 Punkten

Position 2: Karl Heinz Kluth mit 465 Punkten

Position 3: Michael Haidorf mit 448 Punkten

Herzlichen Glückwunsch an Klaus Seimetz, den Gewinner der VROC-Meisterschaft.

Die weiteren Meisterschaftsergebnisse und -statistiken können hier eingesehen werden: http://www.simracing-deutschland.de/ROC.html

An dieser Stelle vielen Dank an alle angetretenen Fahrer, die während der Meisterschaft immer wieder durch ihre Anwesenheit das Fahrerfeld füllten. Ein Dankeschön auch an unseren Multi BC Guru Hermann Pfander, der einen Spitzenjob ablieferte und last but not least an die Organisatoren der Meisterschaft.

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