Volles Fahrerfeld mit Überraschungen und erfüllten Erwartungen
Im sonnigen Valencia ging er los, der Auftakt für die Simracing Saison 2013 beim SRD e.V. Traditionsgemäß ist es der Porsche Cup, der das neue Jahr einleitet und ebenso traditionsgemäß standen 2 Rennen auf dem Programm. Schon im Vorfeld deutet sich ein überwältigender Zuspruch zum Cup, bei dem es eine Vereinsmitgliedschift zu gewinnen gibt, an. Mit sage und schreibe 33 Fahrern begab sich der Tross auf den Straßenkurs in Spanien und stellte schon eine nahezu rekordverdächtige Teilnehmerzahl dar. Mit von der Partie war erneut der mehrfache Porsche Carrera Cup Deutschland und Porsche Super Cup Meister René Rast, über den wohl jeder Sieg gehen wird.
Weitere Favoriten im diesjährigen Cup sind durchaus erneut Michael Haidorf, sowie Lars Kober. Aber auch Philipp Eng, welcher aufgrund seiner Aktivitäten beim 24h Rennen in Dubai verhindert war und in Valencia nicht teilnehmen konnte, dürfte eine gute Wette auf Top Platzierungen sein.
Qualifikation
Die Qualifikation lief erwartungsgemäß gut für René Rast, der sich direkt auf die Pole Position setzen konnte. Direkt dahinter platzierte sich ein bisher noch unbekannter Name beim SRD e.V.: Max Melamed. P3 ging an Wolfgang Hans, der letzte Saison schon zum SRD stieß und sich nun auch fahrerisch einen Namen machen wird. Auf ihn folgten Michael Haidorf, Lars Kober, Thorsten Lobinger, Benjamin Sander und Patrick Lumma.
Die Zutaten für ein spannendes Rennen lagen bereit.
Rennen 1
Das erste der beiden Rennen an diesem Abend ging über 15 Minuten und bot Action im Rahmen eines knackigen Sprintrennens. Mit einer vorbildlichen Leistung verdienten sich alle 33 Fahrer einen Eintrag ins SRD-Lobheft. Keine größeren Zwischenfälle in den ersten Runden auf einem Stadtkurs zeugen von der qualifizierten und vor allem disziplinierten Fahrweise aller Teilnehmer! Um die Führungspositionen kämpften aber schlussendlich nur René Rast und Max Melamed, der durch seine konzentrierte Fahrweise bis zum Schluss, den erfahrenen Real-Fahrer-Profi hinter sich halten konnte. Wolfgang Hans vervollständigte die Top 3. Das erste Podium der Saison 2013 stand also fest. Auf den weiteren Plätzen folgten Michael Haidorf, Thorsten Lobinger, Patrick Lumma und Benjamin Sander. Die Top 10 wurde vervollständigt durch Ruben Denker, Oliver Scharlach und Jörg Burkhardt.
Mit nur 4 ausgefallenen Fahrern muss aber das gesamte Fahrerfeld nochmals lobend erwähnt werden. Packende Action und Disziplin prägten das Bild des ersten Rennens.
Rennen 2
Die Gier der Strecke nach dem "schwarzem Gold" prägten sowohl Taktik, als auch Verlauf des zweiten Rennens. Auf dem Programm standen nun 45 Minuten Rennlänge. Derjenige, der die Reifen am schonendsten um den Kurs bringt, wird sich auch für die vordersten Positionen empfehlen können. Es war somit klar, dass nur wenig ohne zusätzlichen Reifenstopp funktionieren würde. Erwartungsgemäß stoppten auch die Top-Fahrer, die schon Rennen 1 dominierten. Außer Max Melamed! Mit einer spektakulären und unerwarteten Taktik versuchte er, die gesamte Renndistanz auf einen Satz Reifen herunterzufahren. Eine beachtliche Leistung, bedenkt man doch, dass das Auto nicht nur durch die Reifen benachteiligt wird, sondern sich auch die mitzuführende Spritmenge negativ auf die Rundenzeiten auswirkt.
Leider belohnten die Gassen von Valencia diesen Mut nicht. Durch den zu großen Einbruch in den Rundenzeiten, musste sich Max Melamed insbesondere in den letzten Runden der stärker fahrenden Konkurrenz ergeben. Das am Ende noch P10 heraussprang ist mit großer Sicherheit seiner konstanten Fahrweise zu verdanken. Diesmal konnte sich der virtuell mitfahrende Rennprofi René Rast die Krone sichern und fuhr souverän auf P1, auf dem Podium machten sich die Fahrer Thorsten Lobinger und Michael Haidorf breit.
Dahinter folgten die stark fahrenden Teilnehmer Daniel Schmitz, Ruben Denker, Benjamin Sander und Wolfgang Hans. Die Top 10 komplettierten Lars Kober und Oliver Scharlach, sowie der bereits erwähnte Max Melamed.
Auch hier muss wieder ein Lob auf Disziplin und Konstanz gegeben werden, von den 32 in Rennen 2 gestarteten Fahrern, gab es nur 5 Ausfälle und das über 45 Minuten. Sehr starke Leistung und Glückwunsch an alle Teilnehmer.
Besonderer Dank nochmal an Philipp Eng, der sich als sehr guter Co-Kommentator in Rennen 1 bereitstellte.






